Die Diagnostik erfolgt mittels präziser klinisch-neurologischer Untersuchung, elektrophysiologischer Verfahren (EMG, NLG, evozierte Potenziale) und hochauflösender Neurosonographie. Abhängig von der Fragestellung werden weitere Untersuchungen, insbesondere eine MR-Neurografie oder Labor-/Liquordiagnostik eingeleitet. Diese Kombination ermöglicht die präzise Lokalisation und funktionelle Beurteilung von Nervenläsionen und muskuloskelettalen Veränderungen. Durch die enge Zusammenarbeit und Konsultationen mit zahlreichen orthopädisch und chirurgisch tätigen Kollegen lassen sich Schmerzursachen gezielt differenzieren und Fehlzuordnungen vermeiden.
Auf Grundlage der diagnostischen Ergebnisse entwickeln wir individuell angepasste Therapiekonzepte. Neben konservativen und medikamentösen Ansätzen bieten wir gezielte, sonographisch gesteuerte Infiltrationstherapien an. Diese ermöglicht eine millimetergenaue Platzierung von Medikamenten (Lokalanästhetika, Kortikosteroiden oder Botulinumtoxin) direkt am Ort der Schädigung unter direkter visueller Kontrolle um Entzündungen zu reduzieren, Muskelverspannungen zu lösen und Schmerzweiterleitung zu modulieren. Dies verbessert die therapeutische Effektivität erheblich gegenüber Landmarken-gesteuerten Infiltrationen und minimiert das Verletzungsrisiko
Schwerpunkte sind dabei fokale Nervenschädigungen wie Kompressionsneuropathien oder Nervenverletzungen, ferner auch fokale entzündlichen Neuropathien (z.B. Plexus-Neuritiden) bei denen sich teils Nerventorsionen nachweisen lassen und deren Therapie entscheidend ist für Regenerationsmöglichkeit des Nerven. Ein charakteristisches Schmerzsyndrom durch eine fokale Nervenläsion ist z.B. die Meralgia paraesthetica, für die mit der hochauflösenden Ultraschalluntersuchung einen Methode zum direkten Kompressionsnachweis und gezielten Applikation von abschwellenden und schmerzstillenden Medikamenten zur Verfügung steht.
Ansprechpartner in der Praxis hierfür ist Dr. Kele.