hierbei handelt sich um ein Nervenengpass-Syndrom, bei dem der Nervus cutaneus femoris lateralis meist am Durchtritt durch die Leistenregion eingeengt wird und dadurch Beschwerden an der Außenseite des Oberschenkels verursacht. Typisch sind brennende oder stechende Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in diesem Hautareal, oft verstärkt durch langes Stehen oder Gehen und gebessert in sitzender Position mit angewinkelter Hüfte. Eine muskuläre Schädigung tritt nicht ein, es kommt also nicht zur Lähmung.
Häufige Auslöser sind enge Kleidung oder Gürtel, Übergewicht, Schwangerschaft oder vermehrter Druck / Zerrungen im Leistenbereich, z.B. durch sportliche Belastung. Die Diagnose wird in erster Linie klinisch gestellt, ergänzend werden Nervenleitmessungen und die Nervensonografie eingesetzt.
Die Behandlung zielt vor allem darauf ab, den Nerv zu entlasten: Gewichtsreduktion, weite Kleidung und das Vermeiden auslösender Haltungen und Bewegungen können die Symptome deutlich bessern. Zusätzlich kommen je nach Ausprägung Schmerzmedikamente, die Nervensonografie gesteuerte Infiltrationen mit Lokalanästhetika und Glukokortikoiden oder in seltenen, therapieresistenten Fällen auch operative Dekompression des Nervs in Betracht