Riesenzellarteriitis (Arteritis temporalis)

Die Riesenzellarteriitis (Arteriitis temporalis) ist eine entzündliche Gefäßerkrankung, die vor allem im höheren Lebensalter auftritt und insbesondere die Schläfen- und Augenarterien betrifft. Ohne Behandlung kann sie innerhalb weniger Tage zur Erblindung führen. Typische Warnzeichen sind ein neu aufgetretener, meist einseitiger Schläfenkopfschmerz sowie Sehstörungen bis hin zum plötzlichen Verlust des Sehvermögens

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Die Praxis ist immer donnerstags zwischen 12:00 - 14:00 Uhr geschlossen.

Bitte wenden Sie sich im Notfall an den Kassenärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116 117.

 

  • Neu einsetzende, starke Kopfschmerzen im Schläfen- oder Stirnbereich, oft druckschmerzhaft über der Arterie.

  • Sehstörungen wie verschwommenes Sehen, Gesichtsfeldausfälle, Doppelbilder oder akuter Visusverlust auf einem Auge.

  • Begleitsymptome können Kauschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber und Gewichtsverlust sein.

Die Entzündung kann die Blutversorgung des Sehnerven akut beeinträchtigen; ohne Therapie droht bleibende Erblindung, oft zunächst einseitig, mit Risiko für das zweite Auge innerhalb kurzer Zeit. Eine sofortige hochdosierte Kortisonbehandlung bereits bei begründetem Verdacht verbessert die Prognose deutlich.

Zur Abklärung werden klinische Untersuchung, Blutwerte (CRP, BSG)) und bildgebende Verfahren wie Gefäßultraschall der Schläfenarterien (entzündliche Gefäßwandveränderung) eingesetzt; ergänzend kann ggf. auch eine Biopsie der Schläfenarterie erfolgen. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit hochdosierten Kortikosteroiden, die später langsam reduziert und bei Bedarf durch weitere immunsuppressive Therapien ergänzt werden.​

Bei neu aufgetretenem Schläfenkopfschmerz, Sehstörungen oder Kauschmerzen im höheren Lebensalter sollte umgehend eine ärztliche Abklärung erfolgen, idealerweise noch am selben Tag. In unserer Praxis können wir die nötige Diagnostik veranlassen und bei Verdacht auf Riesenzellarteriitis sofort eine schützende Therapie einleiten